Arbeit

Situation gerade/Arbeitsalltag

 

So, das ist also was hier so in den letzten Wochen passiert ist. Bestimmt interessiert euch aber auch was ich gerade so mache und wie mein Arbeitsalltag so aussieht. Davon habe ich ja noch recht wenig geschrieben. Was mir in den ersten Tagen von VPV und den Leuten hier zu meiner Arbeit gesagt wurde, war eher vage, ich sollte mir die ersten Wochen erstmal ein Bild machen von der Situation und von den verschiedenen Arbeitsmöglichkeiten. So finden hier morgens von 7:30 Uhr – 11:00 Uhr Klassen statt mit einer Pause von 9:00 – 9:30 Uhr, und dann noch mal Klassen von 14:00 Uhr – 16:00 Uhr oder 16:30 Uhr, bin mir gerade nicht sicher. Es gibt verschiedene Klassen, einmal die der gehörlosen Kinder, die mit den größten Behinderungen und dann eine Klasse, mit den „most advanced students.“ Außerdem gibt es Räume wo genäht und gestickt wird und einen Computerraum. Dann gibt es einen Rehabilitationsraum, in dem es Turngeräte gibt und Matten und andere Utensilien, wo mit Kindern die dies nötig haben Rehabilitationsübungen gemacht werden. Donnerstagmorgen arbeiten die Kinder dann im Garten.

Vor allem die erste Woche habe ich fast überall mal hereingeschaut, wurde zwischendurch mal für eine Stunde einfach mit den Kindern in einem Klassenraum allein gelassen und sollte sie ohne irgendwelche Vorbereitung oder Sprachkenntnisse oder Erfahrung mit den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder beschäftigen und natürlich noch besser ihnen etwas beibringen. Also nichts mit zuschauen und erstmal alles kennen lernen. Vom ersten Tag an wurde ich eigentlich in die Arbeit mit einbezogen bzw. hört sich das eigentlich zu ideal an, denn so ein freundliches Miteinander mit dem Staff ist es jetzt auch nicht unbedingt. Wenn ich in den Klassenraum kam, dann habe ich halt versucht ein bisschen mitzuhelfen. Meistens ist das wirklich anstrengend, man muss wirklich kreativ sein und viel Geduld mitbringen und wirklich ständig konzentriert sein, denn die Kinder verlangen viel Aufmerksamkeit.

Inzwischen habe ich auch einen mehr oder weniger festen Arbeitsplan, nachprüfen wie lange und oft ich arbeite tut keiner, zum Glück wie ich finde, denn es gibt wirklich manchmal Momente, wo einem alles zu viel wird und man sich für eine halbe Stunde in sein Zimmer zurückziehen muss.

Da ich ja in den letzten Wochen auch zwischendurch mit den workcamps gearbeitet habe und auch gerade am Anfang zur Arbeit gegangen bin, wie ich wollte, habe ich noch keinen festen Arbeitsalltag. Ich versuche trotzdem mal euch so einen typischen Tag meiner Woche zu schildern. Morgens klingelt der Wecker meistens um 7, ich stehe dann ca. um 7:30 auf, kommt drauf an, ob ich noch Haare waschen muss oder nicht J

Um diese Uhrzeit gibt es auch ungefähr Frühstück, bei uns im Zimmer, definitiv ein Vorteil, allerdings ist die Zeit eben auch nicht festgelegt und so bringen sie auch schon mal um 6.15 Uhr Frühstück. Das hört sich jetzt immer noch nach großem Luxus an, ist aber unspektakulärer als man meint. Meistens gibt es nur ein trockenes Baguettebrot in einer Plastiktüte oder andere komische Sachen, die Westler eben so essen ^^

Das legt sie dann auf den Risch, manchmal rüttelt sie mich wach, sagt „an, an“, also „iss, iss“ und geht dann wieder. Das mit dem Frühstück hier ist echt so ne Sache, aber die versuchen schon uns das recht zu machen, die wissen nur nicht so ganz wie. Wir haben jetzt mal wider versucht zu kommunizieren, dass sie uns einfach etwas in die Küche legen, am Besten so ein Baguette mit jam oder noch besser Obst. Mal schauen wie das jetzt nächste Woche funktioniert. Zwischen 8:30 und 9:30 fangen wir dann mit Unterricht an, also eigentlich würden wir gerne jeden Tag um 9 Uhr dort hingehen, denn bis wir beide gefrühstückt und geduscht haben und eben einigermaßen wach sind ist es ca. 9 Uhr. Wir haben nämlich schon geklärt, dass wir nicht so ganz die Frühaufsteher sind und in den ersten Stunden wir bis jetzt jedenfalls auch nicht wirklich helfen können, diese Erfahrung habe ich jedenfalls bisher gemacht, genauer vielleicht später. Auf jeden Fall ist hier um 9 Uhr eine Pause, wo ein Großteil der Kinder auf den Hof geht und zu Trommelmusik Übungen gemacht werden.

Dabei können wir also nicht wirklich etwas machen. So haben wir dann sowieso eine halbe Stunde nichts zu tun, deshalb ist 8:30 Uhr eben auch eine blöde Zeit. Wir gehen eigentlich immer beide in den Raum mit den most disabled children, weil wir da noch am sinnvollsten etwas machen können, allerdings wir ab 9:30 Uhr praktisch nur noch gespielt, und die Lehrerin sitzt nur passiv auf ihrem Stuhl herum. Wir haben allerdings schon ein paar Ideen, wie wir das ganze ein bisschen besser gestalten können. Auch dazu später noch etwas. Bis jetzt versuchen wir also die Kinder zu beschäftigen und ein bisschen zu beruhigen, denn sie sind wirklich aktiv und auch unglaublich aggressiv, jedenfalls viele von ihnen. Bei den meisten merkt man aber einfach, dass ihnen Aufmerksamkeit und wirkliches Interesse fällt. Leider ist das auch sehr anstrengend, dann man selbst möchte allen Kindern viel Aufmerksamkeit geben und das ist einfach unmöglich. Zum Glück gibt es mehr oder weniger ausreichend Spielsachen, auch wenn diese nicht besonders abwechslungsreich sind, so bauen die Kinder meisten einfach Türme mit Lego oder kämpfen mit kleinen Figuren. Ein kleiner Junge ist aber ziemlich kreativ und kocht immer für mich aus verschiedensten Spielsachen Mahlzeiten, spielt dann auch Kellner und „richtet den Tisch her“ ^^

Für einen kleinen vietnamesischen Jungen doch eine eher ungewöhnliches Spiel, sehe ich doch die meisten von ihnen Kung Fu Kämpfe aus irgendwelchen Filmen nacheifern. Wir versuchen auch immer wieder ein bisschen mehr zu machen, als nur mit den Kindern zu spielen, auch wenn das meiner Meinung nach schon hilft, denn einfach Interesse an ihren Ideen und jemand der sie aufmuntert und anfeuert fehlt den Kindern hier wie schon gesagt. Dazu sind es wohl zu viele Kinder und zu wenige Mitarbeiter. Eine sinnvolle Methode fanden wir hierbei sich mit einem Kind oder einer kleinen Gruppe von Kindern alleine zu beschäftigen. Da in dieser Klasse Kinder mit verschiedenste Behinderungen zusammen unterrichtet werden hat jedes Kind sehr unterschiedliche Fähigkeiten und einen unterschiedlichen Wissensstand. Mit manchen der Kinder üben wir also Buchstaben zu schreiben, mit manchen die Zahlen von 1-10  (die vietnamesischen) in der richtigen Reihenfolge zu sagen, mit anderen malen wir Zeichnungen aus, die wir vorher vorbereitet haben. Zwischendurch gehen wir auch mit einzelnen der Kinder zur Toilette und helfen ihnen, wenn nötig. Hierbei müssen wir ihnen auch wichtige für uns grundlegende Dinge beibringen, wie zum Beispiel das Hände waschen. Für mich sehr überraschend fehlt es den Kindern oft an Kenntnissen der „einfachsten“ Tätigkeiten, wie sich selbst anzuziehen, den Löffel zu halten oder eben das Waschen. Dies liegt aber nur in vergleichsweise wenigen Fällen an körperlichen Gegebenheiten, sondern an der fehlenden Kenntnisvermittlung, Ermutigung und Übung. Astrid und ich geben uns Mühe in der Richtung etwas zu machen. So gehen wir also um 11:00 Uhr mit den Kindern zum Essen. Denjenigen die Hilfe brauchen, reichen wir das Essen, was manchmal wirklich schwierig ist. So spucken einige das Essen wieder aus oder sie können überhaupt nicht kauen, Flüssigkeit läuft ihnen einfach wieder aus dem Mund oder sie essen nur sehr wenig oder langsam. So muss man sich immer wieder neu auf die Bedürfnisse der Kinder einstellen, worin ich aber immer besser werde, vor allem da ich jetzt die Kinder besser kenne. Die Art wie die Pflegerinnen hier den Kindern essen reichen ist leider sehr hart mit anzusehen. Es gibt sowieso schon jeden Tag mehr oder weniger das Gleiche und das drei Mal am Tag und wohl mal wieder aufgrund mangelnder Zeit wird den Kindern das Essen einfach nur so in den Mund gestopft (!), ob sie wollen oder nicht. Wen sie sich wehren, dann bekommen sie eben nichts mehr oder werden gehauen oder angeschrieen. Astrid und ich nehmen uns immer viel Zeit und ermutigen die Kinder, die ihren Löffel selber halten können auch selbst zu essen, auch wenn dies oft länger dauert. Hin und wieder bekommen wir auch Ärger mit den Pflegerinnen, denen das zu lange dauert, aber wir kommen trotzdem immer wieder und inzwischen haben sie sich an uns gewöhnt und lassen uns machen. Nachdem Mittagessen gibt es dann für uns selbst Mittagessen, um viertel vor 12 schon wirklich früh, aber trotzdem bin ich um diese Zeit, meist dank mangelndem Frühstück, schon ziemlich hungrig.

Zu Essen gibt es hier immer verschiedene Dinge, natürlich jeden Tag Reis, was mich aber überhaupt nicht stört, denn auf dem Tisch steht neben der in Vietnam bekannten nuoc mam (Fischsauce) und oft auch Sojasauce verschiedenste Gerichte, wie Gemüse, Fleischgerichte und Tofu. Astrid und ich essen gemeinsam mit dem Direktor und einigen anderen Männern der Verwaltung und ich muss sagen ich bin sehr froh, dass ich nicht mehr alleine bin, denn obwohl die Stimmung eigentlich sehr entspannt und nett ist, ist es trotzdem komisch ständig seinen Namen zu hören oder „nguoi duc“ (deutsche) und dann lachen oder wenn sie manchmal aus Spaß nachmachen wie wir unsere Reisschüssel halten oder versuchen Fleisch mit unseren Stäbchen zu essen. Zu zweit ist das doch etwas leichter auszuhalten, vor allem, wenn Astrid und ich dann hin und wieder versuchen das Gleiche zu machen, indem ich Deutsch rede und Astrid Dänisch, wobei sie mich recht gut versteht, ich sie hingegen überhaupt nicht ^^

Nach dem Mittagessen stehen die Männer leider immer alle auf und lassen uns mit dem Abwasch allein. Damit sind wir dann auch noch mal ein bisschen beschäftigt, bis wir dann das erste Mal Freizeit haben. An manchen Tagen, wenn wir den Nachmittag frei haben (oder frei nehmen) arbeiten wir dann erst wieder um 16:30 Uhr, wenn es für die Kinder Abendessen gibt. Wenn nicht, dann gehen wir (auch nicht immer zusammen, manchmal geht nur einer von uns) zum Rehabilitationsraum um 14:30 Uhr. Dort war es am Anfang noch schwieriger etwas zu tun zu finden, denn es gibt hier eben ausgebildete Mitarbeiter, die sich mit den einzelnen Kindern beschäftigen. Andere Kinder beschäftigen sich selbstständig an den Geräten und machen ihre Übungen. Unsere „Aufgaben“ bestehen aus verschiedenen Sachen. So helfen wir die Kinder in ihren Rollstühlen dorthin zu bringen und am Ende wieder zurück zu ihren Zimmern. Die Kinder, die noch auf ihre Behandlung warten, liegen oft nur auf dem Boden herum und können sich kaum bewegen, geschweige denn beschäftigen. So spielen wir mit ihnen oder singen ihnen vor. Außerdem üben wir mit manchen der Kinder das laufen, gehen hinter ihnen, um sie zur Not aufzufangen oder halten sie an den Händen. In Zukunft wollen wir Beide versuchen zu schauen, dass wir vielleicht auch den Mitarbeitern selbst ein bisschen helfen können, denn oft machen sie „nur“ Bewegungsübungen mit den Kindern, bewegen also ihre Arme oder Beine. Dabei können wir in geringem Maße wohl schon helfen.

Zwischen 16 Uhr und 16:30 Uhr hören wir dann meistens mit der Arbeit im Rehabilitationsraum auf, je nachdem ob gerade noch etwas zu tun ist oder nicht. Um 16:30 helfen wir dann eben wieder beim Essen reichen, das dauert meist etwa eine Stunde. Danach haben wir frei bis ca. 18:15 Uhr, wenn es Abend essen gibt. Meistens ruhen wir uns in dieser Zeit aus, hin und wieder schauen wir aber beim Badminton zu, denn ab 17 Uhr spielen eigentlich alle der Männer und manche der Frauen hier auf zwei Feldern Badminton. Die Männer sind auch richtig gut, Badminton ist ja praktisch der Nationalsport in Vietnam. Manchmal spielen wir auch mit, was eine ziemlich gute Auslastung ist, aber eben auch sehr anstrengend. Trotz der Pausen kommt einem der Tag recht lang vor und die Arbeit ist anstrengend und trotz der Arbeit mit Kindern in gewisser Weise manchmal sogar monoton. Nach dem Abendessen ist der Tag allerdings noch nicht vorbei, denn dann kommt wieder der Abwasch, diesmal im Dunkeln. Um 19:30 Uhr beginnt dann an 4 Tagen die Woche der Englischunterricht für die Mitarbeiter, an zwei Tagen für Anfänger und an zwei Tagen für Fortgeschrittene. Dort übe ich mit den Mitarbeitern die Aussprache, lese Texte vor oder stelle ihnen Fragen zu einem gerade behandelten Text. Diese Klassen machen eigentlich ziemlich viel Spaß und ich habe ich das Gefühl, dass es für die Mitarbeiter schon sinnvoll ist, dass ich dabei bin, auch wenn ich die Klasse nicht komplett alleine unterrichte. Der Unterrichtsstil ist zwar „typisch“ für Vietnam, also die „Schüler“ schreiben einen Text ab, lesen den mehrmals laut und das wars. Konversationsfähig werden sie dadurch nicht gerade, aber daran versuche ich mit ihnen zu arbeiten.

Um 22 Uhr spätestens ist die Klasse dann zu Ende und ich gehe endlich zurück ins Zimmer.

Schlafen kann ich dann noch nicht, meistens lese ich noch oder schaue DVDs und schlafe dann irgendwann todmüde ein.

Letzte Woche haben wir auch angefangen die Kinder abends mit ins Bett zu bringen und ihnen Schlaflieder zu singen. Das ist eine der schönsten Aufgaben und gefällt auch den Kindern, glaube ich.

Wenn wir die Nachmittage frei haben, dann nutzen wir öfters die Zeit um auf dem Markt Obst und Kekse zu kaufen oder zu lesen. Jetzt da es kühler wird würde ich auch gerne wieder mit dem joggen anfangen, muss mir aber noch Schuhe kaufen oder schicken lassen ^^ Außerdem nutzen wir die Zeit oft für irgendwelche Vorbereitungen, so haben wir letzte Woche eine Art memory game vorbereitet mit englischen Wörtern und Bildern, das wir bald mit den deaf children ausprobieren wollen oder wir sprechen einfach über den Tag und was wir noch so Vorhaben in unserem Projekt. Zum Beispiel trinken die Kinder hier viel zu wenig, es steht ihnen auch nicht immer Wasser zur Verfügung und sie fragen uns sehr oft, ob sie etwas von uns trinken können. Daran möchten wir unbedingt etwas ändern.

So, dass war jetzt ein Überblick über die Arbeit, die ich hier so verrichte, ihr könnt auch gerne Fragen stellen, wenn ihr denn welche habt, ich könnte auch noch viel mehr erzählen, aber ich weiß ja auch nicht was euch so interessiert und wir sitzen mal wieder in unserem inzwischen Standardcafe/restaurant in Ha Noi und wollen bald nach Hause fahren. Nächstes Wochenende bin ich dann übrigens ausnahmsweise am Wochenende in Thuy An, aber Julia und ich wollten ganz gerne mal wieder was mit Milli machen und haben sie gestern zum Mittagessen hier getroffen.

 

 

Zu dieser Woche sage ich noch ganz schnell etwas, das Mädchen aus Kanada (Quebec, juchhu) ist am Donnerstag angekommen und sie ist ziemlich nett. Ansonsten ging es mir von Donnerstag auf Freitag richtig schlecht, ich habe wohl etwas Falsches gegessen und mich praktisch die ganze Nacht übergeben und bin am nächsten Morgen mit Fieber aufgewacht. Inzwischen geht es mir aber wieder ziemlich gut, nur ein bisschen Kopfweh habe ich noch und ich könnte eine Massage gebrauchen ^^

 

Danke für eure vielen Kommentare zu meinem letzten Beitrag, Mama, ich weiß Bescheid, das Telefonat hat sehr gut getan und ich bin froh, dass du angerufen hast. Anne, wow, ich bin beeindruckt und drücke dir die Daumen für die Polizeischule, ich weiß, dass du das packst, sag Bescheid, wenn du mehr weißt. Liebe Fricki, ganz liebe Grüße an dich, und hey, zu den Toiletten von denen du auf deinem Blog schreibst, solche gibt es praktisch überall hier in Vietnam. Und das Getränk von dem du erzählst, ich glaube ich habe das Gleiche hier auch schon getrunken, mit so komischen schwarzen Glibberdingern untendrin, sehr seltsam J

Liebe Mailinh, falls du mitliest, meld dich doch mal, wenn du Zeit hast, würde mich freuen.

Und natürlich liebe Grüße an meinen Papi, habe dich sehr sehr lieb. Und dich auch Oli.

 

Bin sehr gespannt aufs Wahlergebnis, ich hoffe ihr habt alle fleißig gewählt (unlike a certain person in Vietnam who feels very ashamed of herself).

 

Insgesamt geht’s mir also gut, ich hoff euch auch und ich höre weiter von euch.

Mehr von mir bald, hoffentlich auch bald mit Bildern.

 

Lieb hab

 

Sissi

8 Kommentare 27.9.09 08:57, kommentieren

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Endlich mal wieder ein Lebenszeichen ;)

Liebe Leute in der Heimat,

 

Ich sitze gerade (Mittwoch, 16.09) auf meinem Bett, draußen regnet es und es ist schon merklich kühler, der Herbst hat auch in Vietnam Einzug gehalten. Nebenbei esse ich leckere Kekse, die ca. 40 cent kosten und fast eine Woche halten (manchmal).

Es ist einige Tage her, dass ich euch das letzte Mal geschrieben habe. Das hat definitiv mehrere Gründe. Zum einen hatte ich letzte Woche hier im Internetcafe einen ca. zwei Seiten langen Blogeintrag geschrieben, der leider aufgrund der langsamen Internetverbindung oder warum auch immer statt auf meinem Blog zu erscheinen einfach gelöscht wurde....

Da ich ca. zwei Stunden gebraucht hatte, um alles aufzuschreiben, war ich zu frustriert, um es gleich noch mal zu versuchen, außerdem musste ich zur Arbeit. Hier im center gibt es zwar einen PC mit Internetanschluss, allerdings ist der Raum selten offen und der PC ist zwar auf US Tastatur eingestellt, trotzdem kommen vietnamesische Buchstaben, wenn man auf die Tasten gedrückt. Warum das so ist konnte ich bis jetzt noch nicht rausfinden und deshalb schreibe ich jetzt also auf meinem laptop und schließe entweder später das Internetkabel an meinen laptop an oder schicke es dann am Wochenende ab, sollte ich in Ha Noi sein.

Weil ich so viel zu schreiben habe mache ich vielleicht nachher eine Pause und schreibe morgen weiter, ich hoffe ihr haltet durch, der Eintrag wird lang

Ich erzähle jetzt erstmal von den letzten Wochen, wer darauf nicht so viel Lust hat, kann das ja auch überspringen.

 

Bis jetzt

 

Das erste Wochenende im Projekt

 

Für den ersten Samstag, den ich in Thuy An verbringen sollte, hatte mich der Direktor eingeladen mit einigen Staffmitgliedern und ca. 70 Kindern mit in den Wasserpark in Ha Noi zu fahren. Ich war erstmal skeptisch, es sollte um 6 Uhr morgens losgehen und ich dachte, vielleicht freut er sich einfach über eine weitere Arbeitskraft. Ich quälte mich also Samstagmorgens aus dem Bett und stieg etwas zu spät (wie immer eben) in den größeren der zwei Busse. Dann ging es auch schon los, die Kinder alle in ihrer niedlichen kleinen Uniform, mit weißen Hemden und blauen Hosen. Im Bus bekam ich dann erstmal Frühstück, einen in Bananenblätter eingewickelter Reiskuchen, der ganz in Ordnung war. Nach etwa zwei Stunden Fahrt kamen wir dann auch schon an. Allerdings nicht im Wasserpark, sondern in einer Art Zoo. Ich war erstmal überrascht und plötzlich überhaupt nicht mehr sicher, dass ich das mit dem Schwimmen gehen richtig verstanden hatte. Das Handtuch in meiner Tasche war mir nun schon etwas peinlich ^^, aber ich marschierte trotzdem mit den vielen Kindern los durch den Zoo. Dieser war definitiv anders, als man deutsche Zoos so kennt, um einiges kleiner und die Tiergehege waren weit verstreut. Trotzdem war es natürlich spannend Tiger, Affen, einen Elefanten und einige andere Tiere zu sehen, von denen ich noch nie gehört hatte. Die Kinder versuchten eifrig mir die vietnamesischen Namen der Tiere beizubringen und fanden meinen chinesischen Fächer unglaublich interessant (obwohl diese doch hier an jeder Ecke verkauft werden?). Was mir auch noch aufgefallen ist, allerdings eher negativ, war die kitschige vietnamesische Popmusik an jeder Ecke und eher billig aussehende Attraktionen für Kinder, wie eine Art Käfig voll mit bunten Bällen (so wie im McDonalds am Fankfurter Flughafen) und kleine Wasserbecken, aus denen Kinder Fischatrappen  fischen konnten. Alles in allem erinnerte mich das irgendwie an einen billigen Jahrmarkt. Ich war übrigens mal wieder die einzige Westlerin weit und breit und an den Blicken der Vietnamesen sah ich, dass sich keiner von ihnen erklären konnte, was denn eine Tay mit einer Gruppe von vietnamesischen Kindern zu tun hat.

Die Zeit im Zoo verging recht schnell und dann ging es auch schon weiter mit dem Bus. Ich dachte schon, dass wir nach Hause fuhren und war recht enttäuscht, doch es ging dann doch weiter zum Wasserpark. Dort angekommen wollten wir eigentlich eine Art Picknick veranstalten, deshalb trugen ich und ein paar andere Leute Wassermelonen zum Eingang (ich kam mir vor wie Baby aus „dirty dancing“, wer die Szene kennt . Diese durften wir allerdings nicht mit reinnehmen, deshalb gab es stattdessen süße Milch für die Kinder. Sehr gut, kann ich nur empfehlen, vor allem eiskalt aus dem Kühlschrank. Dann ging es in den Wasserpark, wo wir erst nur ein bisschen herumliefen und dann in einen großen Raum gingen, wo es wohl Mittagessen geben sollte. Dort saßen auch zwei andere Gruppen, allerdings nur Männer. Diese waren sehr trinkfreudig und prosteten mir des Öfteren zu, war ich doch auch hier wieder die einzige Ausländerin. Ein Vietnamese versuchte sogar mit mir zu flirten und hielt sein handy hoch, ich glaube er wollte meine Nummer haben ^^ Also meinem Ego tut das hier schon gut, man wird von vielen mit ganz anderen Maßstäben gemessen, Hauptsache helle Haut und blaue Augen, dann liegt man schon ganz hoch im Kurs ^^

Jedenfalls hatte ich diesen Eindruck bei den Leuten, die mir bisher begegnet sind.

Außerdem versuchte mir einer der Mitarbeiter des Centers beizubringen wie man besonders schnell mit Stäbchen Reis in sich hineinschauffelt. Ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber ich habe es tatsächlich nicht hinbekommen, es ist doch schwerer als es aussieht.

Nach dem Essen ging es dann endlich zum Schwimmen, erst in einem großen Wellenbad mit gelben Schwimmreifen, später bin ich dann auch mit einem anderen Mitarbeiter rutschen gegangen. Jaa, Sissi hat sich tatsächlich auf eine steile, komplett dunkle Wasserrutsche getraut, die man mit so doppelschwimmreifen runterrutscht. Während dem Schwimmen habe ich übrigens mein T-shirt angelassen, obwohl ich meinen Bikini drunterhatte, aber wie schon im Schwimmbad kam ich mir mit Bikini einfach zu nackt vor. Nach dem Rutschen ging ich dann zum Sprungturm und sprang vom 4m (!) Brett. Eigentlich traue ich mich so etwas ja nicht, aber wer kann schon von sich behaupten vom 4m Brett gesprungen zu sein Dort war ich mal wieder eine Attraktion, denn ich sah die ganze Zeit nur Männer vom Turm springen, keine einzige Frau.

Im Park gab auch so eine Tarzanähnliche Anlage, wo man sich an einer Eisenstange festhält und über ein Wasserbecken rast und sich dann irgendwann fallen lässt. Nach dem Schwimmen sahen wir dann ein paar eher schlechte Mickey Maus und Donald Duck Imitationen durch den Park laufen und machten einige Fotos mit den Kindern. Ich kam mir vor wie im vietnamesischen Disneyland ^^

Zum Abschluss des Tages ging es dann noch aufs Riesenrad, von wo aus man eine tolle Aussicht auf den ganzen Park und auch die Stadt hatte. Insgesamt war also der Ausflug in den Wasserpark ein tolles Erlebnis und meine Erwartungen haben sich gar nicht bestätigt. Abends fuhren wir dann zurück und ich besuchte Mrs. Loi, die Englischlehrerin in Thuy An. Sie hatte mich zum Abendessen eingeladen. Hier bekam ich meinen ersten Eindruck einer vietnamesischen Familie, wir aßen gemeinsam mit ihrer Nichte und den zwei Neffen (alle drei in meinem Alter) und sahen fern.  Das war ein bisschen Gastfamilienfeeling und Mrs. Loi sagt auch immer, dass sie ab jetzt meine Tante ist und ich immer vorbeikommen kann, wenn ich möchte. Das ist also positiv

Danach hat mich ihre Nichte mitgenommen zu einem Dorffest, wo auch tatsächlich das ganze Dorf anwesend war (also etwa 300 Leute ^^). Hier haben Kinder und Erwachsene auf einer Bühne gesungen und getanzt. Fotos konnte ich davon aber leider nicht machen, denn es war zu dunkel. Eine Frau hat mich auch gefragt, ob ich nicht auf die Bühne gehen möchte und ein Lied singen, aber ich habe dankend abgelehnt J

Wer mit mir schon mal Karaoke singen war, der weiß warum ^^

Abgesehen davon wäre mir außer der Nationalhymne gar kein deutschsprachiges Lied eingefallen, das ich komplett auswendig kann.

Am nächsten Tag war ich wieder zum Essen eingeladen, dass war ein bisschen seltsam, weil Mrs. Loi nicht da war und die Anderen praktisch kein Englisch sprechen. So schwiegen wir uns eher an während dem Essen. Der Eine von ihnen kommt jetzt aber auch zum Englischunterricht in Thuy An, dann kann ich bestimmt bald besser mit ihm kommunizieren.

Das erste Wochenende ging aber recht schnell rum und nachdem es mir Donnerstag und Freitag wirklich nicht gut ging war es schön irgendetwas zu tun zu haben und die Leute ein bisschen besser kennen zu lernen.

 

Die erste Woche im Projekt und 2. September

 

Die erste Woche war recht abwechslungsreich und kommt mir im Nachhinein jetzt schon sehr weit weg vor, weil ich zu dem Zeitpunkt ja noch niemanden richtig kannte und keine Ahnung hatte, was wann wo in meinem Projekt passiert. Es hieß ich sollte mir in den ersten Wochen erstmal alles angucken, so schaute ich also in verschiedene Klassen rein und half beim Essen reichen mit. Ich fühlte mich noch ziemlich unsicher und nicht sehr nützlich. Das geht mir in Vietnam aber des Öfteren so, es ist schon unglaublich, dass man doch der Meinung ist eigentlich alles zu können und dann kommt man sich hier in so vielen Situationen so hilflos und unwissend vor, wie ein kleines Kind. Da ich noch keinen festen Arbeitsplan hatte arbeitete ich in den ersten beiden Tagen einfach so wie es mir passte. Da die Arbeit hier körperlich sehr anstrengend ist und auch „emotionally exhausting“, ging ich immer Mittags zurück in mein Zimmer und schlief einfach. Die Hitze und die neue Situation machten mir immer noch sehr zu schaffen und ich freute mich auf den 2.September, den Nationalfeiertag in Vietnam, an dem ich mich mit Milli, Frido und Julia in Ha Noi treffen wollte. Ich fuhr also mit einer sehr positiven Stimmung Richtung Ha Noi. Dort gingen wir Abends erstmal feiern, den nächsten Tag schliefen wir dann lange aus. Von dem Wochenende habe ich ja auch das letzte Mal schon ein bisschen erzählt, deshalb jetzt nicht mehr so lang. Am Nationalfeiertag selbst haben wir dann prakisch nichts mehr gemacht, denn wir suchten ewig nach etwas zu Essen und konnten uns gar nicht einigen. So entschieden wir uns letztendlich für Pizza in einem Restaurant. Die Stadt war überall recht nett dekoriert und man sah überall Flaggen, aber von den eigentlichen Feierlichkeiten haben wir nichts mitbekommen und es konnte uns auch niemand sagen wo irgendetwas stattfindet. So fuhren wir dann nachmittags alle in unsere Projekte zurück. Ich muss sagen, obwohl es immer recht lustig ist in Hanoi und es gut tat mit den anderen Beiden (von Milli haben wir eher weniger gesehen am Wochenende) über unsere Projekte zu reden strengt die Stadt doch sehr an. Es ist laut und heiß und ständig fragen einen xe om Fahrer, ob man nicht mit ihnen irgendwohin fahren möchte. Ein „Nein“ in egal welcher Sprache wird meistens ignoriert und so war ich hingerissen zwischen Vorfreude auf meine stille Provinz und Angst vor dem allein sein.

 

Astrid

 

Am Donnerstag war dann aber eine nette Überraschung als Chinh (Mitarbeiterin von VPV) nachmittags vorbeikam und Astrid, die Dänin, im Gepäck hatte. J

Ich wusste ja, dass sie kommen würde, allerdings wusste ich nicht genau wann und ich war natürlich total gespannt. Sie ist total nett und ich bin total froh, dass sie hier ist. Sie ist sehr motiviert und hat viele Ideen, man kann mit ihr aber auch einfach super reden und auch mal seinen Frust ablassen. Mit Chinh habe ich erstmal etwa zwei Stunden meine Situation geschildert und sie war sehr freundlich, auch wenn die Antwort auf die meisten Dinge war „Well, I can’t do anything about that.“ Trotzdem hat sie dafür gesorgt, dass jemand unsere Dusche und das Klo repariert und die Waschmaschine endlich funktioniert. Außerdem haben wir endlich über einen Arbeitsschedule gesprochen. Inzwischen sieht das auch wieder alles ganz anders aus, aber davon schreibe ich später. Nach dem Arbeitsplan arbeit ich ca. 32 Stunden die Woche, fange erst um 9:30 Uhr an, habe einen Großteil des Nachmittags frei und muss montags später anfangen und höre freitags früher auf. So kann ich mir auch mal ein langes Wochenende nehmen. Astrid und ich haben auch viele Pläne für die nächsten Wochen, davon schreibe ich gleich noch.

 

Ninh Binh

 

Am Wochenende hatte uns der Direktor eingeladen zusammen mit den anderen Mitarbeitern nach Ninh Binh zu fahren, wo eine der größten Pagoden Vietnams ist. Leider mussten wir dafür um 5:30 Uhr aufstehen, aber im Nachhinein hat es sich wirklich gelohnt. Wir fuhren mit ca. 30 Mitarbeitern in einem Bus nach Ninh Binh. Auf dem Hinweg machten unsere iPods die Runde, dalle waren ganz begeistert die fremde Musik anzuhören und die Spiele auszuprobieren. Die Pagode war recht nett, allerdings war es einfach unglaublich heiß und sehr anstrengend, denn als einzige Westler wollten ständig Leute mit uns Fotos machen, vor allem junge Mädels, die dann in allen Möglichen Kombinationen und vor verschiedenen Hintergründen mit uns Fotos machten.

Danach ging es zum Essen, wo wir das erste Mal Ziegenfleisch ausprobierten, eine Spezialität der Region und lernten, wie man Reispapier mit Gemüse und Fleisch füllt und einrollt. Ziemlich lecker das Ganze. Die Mitarbeiter des Restaurants legten uns allerdings jedem eine Gabel hin, was natürlich nett gemeint war, aber da unsere Stäbchenkünste besser waren, doch eher unnötig. Nur größere Fleischstücke mit Stäbchen zu essen bereitet mir noch Schwierigkeiten. Danach dachten wir schon, dass wir nach Hause fahren würden, doch es ging noch weiter zum Besten Teil des Tages. Zu einem Ort der auch „Halong Bay auf dem Land“ genannt wird. Wir fuhren mit kleinen Booten (die Bootsfahrer paddelten mit den Füßen) durch eine unbeschreibliche schöne und friedliche Landschaft, mit Hügeln und Bergen die aus dem Wasser ragten, Reisfeldern und zahlreichen Höhlen, durch die wir fuhren. Ich habe davon auch ein paar Fotos und hoffe, ich kann diese bald online stellen. Auf dem Boot war wieder einer dieser Momente, wo ich sehr glücklich war und jeden Augenblick genossen habe. Die meiste Zeit war es still und jeder hing seinen eigenen Gedanken nach, ein bisschen tauschten Astrid und ich uns über unsere Zukunftspläne aus.

Nach der Bootsfahrt ging es dann noch mal weiter, diesmal zu drei Pagoden die auf einem Berg in den Fels gebaut waren und eine schöner als die Andere.

Danach waren wir schon sehr müde und freuten uns auf die Heimfahrt.

 

Workcamp, Karaoke und Laptop

 

Die folgende Woche war dann ein Workcamp in Thuy An, 10 Japaner die für etwa 10 Tage nach Vietnam gekommen waren. Gemeinsam mit ihnen arbeiteten wir morgens im Garten, was sehr anstrengend war, aber irgendwie sehr erfüllend, man sieht richtig was man geschafft hat und es gibt nichts Besseres als eine Dusche nach harter Arbeit. Ich hoffe, dass ich das Gefühl auch bald nach meiner Arbeit mit den Kindern habe und mich sicherer bei allem fühle.

Mit den Japanern verbrachten wir einen lustigen Abend in einer ziemlich guten und billigen Karaokebar in Thuy An und sangen alle Klassiker durch. Am nächsten Abend waren Astrid und ich dann eingelade zu einer Feier des Direktors, da sein Sohn die Zulassungsprüfung zur Uni geschafft hat. Wir fuhren also mit 20 Leuten in einem Van nach Son Tay. Auf dem Weh hielten wir noch an und einer der Mitarbeiter kaufte zwei riesige Blumensträuße und drückte sie Astrid und mir in die Hand. Bei der Feier angekommen drückten wir diese dann seinem Sohn in die Hand und sollten mit ihnen für Fotos posieren. Das Essen war sehr gut und es gab wirklich reichlich Bier, vor allem für uns. Irgendwie hatten die Mitarbeiter riesigen Spaß uns immer wieder nachzuschenken und dann beim anstoßen 100% zu rufen, was heißt fas ganze Glas zu exen. So waren Astrid und ich recht angeheitert und hatten eine gute Zeit bei der Feier. Allerdings ging es dann direkt nach dem Essen wieder zurück, alle standen plötzlich einfach auf und gingen. Das überraschte und Beide doch sehr, wir dachten alle würden noch bleiben und sich unterhalten oder Karaoke singen (es gab natürlich eine Karaokemaschine). So ging es also zurück ins Center. Dort erwartete uns der Kulturabend der workcampgruppe, die japanische Lieder sangen. Es war auch ein anderes workcamp seit zwei Tagen da, mit Leuten aus Australien, Frankreich, Deutschland und Japan. Mit ihnen tanzten wir dann auf der Bühne macarena. Auch die Kinder des Centers führten wieder ein paar Tänze und Lieder auf (das exakt gLeiche Programm wie an der Schuleröffnungsfeier am 4.09, aber da wir davon einen Großteil verschlafen hatten, war ich froh diesmal Fotos machen zu können).

Insgesamt ging diese Woche also sehr schnell rum. Leider ging das Aufladekabel meines laptops Mitten in der Woche kaputt, es ist durchgeschmort, und so nahm ich mir für Freitag vor in Ha Noi ein neues Kabel zu kaufen, nachdem meine Mutter zum Glück einen autorisierten Apple Händler hier gefunden hat.

 

 

 

 

Ha Noi

 

Freitags ging es also nach Ha Noi.

DiasWochenende in Ha Noi war gleichzeitig das bisher Beste und Schlimmste. Freitags fuhren Astrid und ich ziemlich früh los, so ca. um 8:30 Uhr verließen wir das center und liefen die Straße hoch Richtung Hauptstraße, denn wir wollten den Bus nach Son Tay nehmen. Allerdings hatten wir nur davon gehört, ob dieser Bus überhaupt fuhr, konnte uns irgendwie keiner verständlich machen, geschweige denn wo und wann. Wir standen also ein bisschen verloren auf der Straße rum und fragten hin und wieder jemanden, aber entweder schüttelten sie nur den Kopf oder fingen an schnelles Vietnamesisch zu reden und das verstehe ich ja nun mal gar nicht. Es hielt auch ein Militärauto an voll mit Männern, die uns blöd anstarrten, sie fuhren allerdings nicht nach Son Tay, konnten uns also nicht mitnehmen ^^

Naja, wir überlegten also nach etwa 15 Minuten doch ein xe om zu nehmen, denn wir wollten um ca. 9 Uhr einen Bus nach Ha Noi erwischen. Also riefen wir die Nummer von Mr. Khoa an, die uns jemand von VPV gegeben hatte, mit den Worten, der weiß dann Bescheid. Wir versuchten also unser Glück, leider sprach der gute Mann kein Englisch und verstand auch unsere Sätze in gebrochenem Vietnamesisch nicht ^^ Er rief zwar nach ein paar Minuten meinen Namen, also hatte er wohl tatsächlich schon von uns gehört, aber das half irgendwie auch nichts. Irgendwann legte er auf und Astrid und ich fragten uns, ob er denn jetzt kommt oder nicht. Also riefen wir noch mal an, hat aber auch nichts gebracht. Da wir nicht auf gut Glück 20 Minuten warten wollten liefen wir also zurück zum center und ließen uns dort von den Leuten zwei xe oms organisieren ^^ Hätten wir auch gleich machen können, letztendlich war es dann aber egal, wir schafften trotzdem noch einen Bus um kurz nach 9. Die Busfahrt war nicht besonders ereignisreich, abgesehen von der Tatsache, dass Astrid und ich einmal bis an die Decke geflogen sind (wie auch die anderen Passagiere), weil der Busfahrer zu schnell über eine Erhebung im Boden gefahren ist. In Ha Noi haben wir dann Julia getroffen und dann ging es erstmal zum „Apple Store.“ Dort bekam ich nach einigem hin uns her ein neues Aufladegerät für 55 US $, das ist fast die Hälfte vom eigentlichen Preis, aber hey, es sieht echt aus und es funktioniert. Der Typ in dem Laden meinte ja tatsächlich er könnte mein durchgeschmortes Kabel noch reparieren, das habe ich einfach mal angezweifelt und lieber die teurere Variante genommen. Danach sind wir noch in einen Buchladen, wo es angeblich eine große Auswahl von englischen Büchern geben sollte, das hat sich einfach mal als falsch herausgestellt ^^ Es gab ca. 20 Bücher auf Englisch, die Hälfte davon war Shakespeare etc. Ich habe mir dann letztendlich ein Buch von Charles Dickens gekauft, bin schon gespannt, ob das gut ist. Dann gingen wir etwas Essen in einem für die Essensmenge viel zu teuren Restaurant und dann verabschiedeten wir uns auch schon von Astrid und machten uns auf den Weg zum Bus, um nach Hai Duong (wird Hai Suong ausgesprochen) zu fahren. Dort trafen wir dann bei mittlerweile strömendem Regen Frido und wir setzten uns in ein Cafe und entschlossen uns mehr oder weniger gemeinsam nicht nach Haiphong zu fahren, denn für dort gab es eine Sturmwarnung für das gesamte Wochenende. Also hingen wir ein bisschen in Fridos Zimmer rum, was tatsächlich ziemlich groß ist. Dann machten wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden und einen Schlafplatz für Julia und mich zu finden.

Abends gingen wir dann noch etwas essen und abends schauten Julia und ich dann noch fern (ZDF und MTV) J

Am nächsten Tag entschieden wir uns nach Ha Noi zurück zu fahren, denn in Hai Duong gab es nicht wirklich etwas zu tun. In Ha Noi ging es dann Abends wie immer feiern, es waren zahlreiche Freiwillige da und wir waren erst im Dragonfly und dann wollten wir noch ins Solace gehen, aber Julia ging es nicht so gut, also gingen Frido und ich alleine, die anderen Freiwilligen wollten nachkommen. Leider war der Abend dann nicht mehr so gut, die Musik war zwar super und die Stimmung im Club auch, allerdings hatte ich ein bisschen zu viel getrunken und wollte irgendwann heim. Irgendwann zwischen verlassen des Clubs und Taxi wurde dann meine Handtasche geklaut, die genauen Umstände weiß ich selbst nicht mehr genau und sind letztendlich auch nicht so wichtig. Entscheidend ist, dass es einfach definitv meine Dummheit war und mein Bargeld, Führerschein, Persoalausweis, Kontaktlinsen und Kredit und EC-Karten weg sind.....ich war absolut am Boden zerstört und hab mich ziemlich aufgeregt und Frido glaub ich ganz schön genervt. Inzwischen habe ich mich aber beruhigt und bin einfach nur froh, dass nicht noch mehr weg ist und nichts Schlimmeres passiert ist.

Der nächste Tag war dann trotz dieser blöden Situation noch super, wir waren Essen, bei der Massage (Massage here hehe) und haben einfach nichts gemacht. Nach diesem anstrengenden Abend war das auch gut, glaube ich. Heimgefahren bin ich dann aber erst Montag, irgendwie wollte ich nicht alleine sein und mir weiter Vorwürfe machen, also fuhr ich für eine Nacht ins peace house, wo Milli mich ein bisschen aufbaute und ich mich einfach freute, alle Freiwilligen wieder zu sehen.

 

 

Heute

 

Jetzt sitze ich gerade wieder in HaNoi, ich habe Mittwoch dann nicht mehr fertig geschrieben, weil es einfach doch recht viel zu schreiben war.

So vergeht hier also die Zeit, die letzte Woche haben wir ziemlich viel mit dem anderen workcamp gearbeitet. So richtig nach schedule werden wir wohl kommende Woche arbeiten.

In Ha Noi waren wir mal wieder feiern, ich gestern allein mit ein paar australischen Mädels, die ich getroffen habe. Die anderen Beiden waren müde, Frido krank, deshalb bin ich dann mit den Mädels los. Der Abend war ziemlich verrückt, aber diesmal war nicht ich dran schuld und deshalb habe ich die Zeit hier auch eigentlich genossen. Gestern waren wir auch im Kino, haben für umgerechnet 2 Euro Ice Age 3 geguckt, ganz lustig, kann ich empfehlen, wenn man nichts besseres zu tun hat. Beim Abendessen haben wir auch die anderen Deutschen getroffen, die bei Frido im Projekt arbeiten. Mal sehen wie viel wir mir ihnen noch so zu tun haben werden, aber sie schienen ziemlich nett zu sein. Dieses Wochenende ist mir auch eine lutige Geschichte passiert und zwar waren wir Freitags im Dragonfly in einem Raum, wo man seine Schuhe vor der Tür stehen lassen muss. Als wir dann wieder rauskamen war einer meine Schuhe weg. Ich war ziemlich frustriert und so nahm ich mir einfach ein anderes Paar Flip Flops und bin dann damit feiern gegangen. Am nächsten Tag schauten wir noch mal nach und tatsächlich lag mein Schuh vor der Tür, also ließ ich die flip flops da und nahm meine Schuhe wieder mit ^^

Naja, viel mehr gibt es zum Wochenende eigentlich nicht zu sagen, unser hotel ist ganz nett und total zentral und gerade sitzen wir in einem cafe mit wifi, trinken Fruchtsaft und essen viel J

Die Stimmung ist leider nicht besonders, Frido ist schon weg, aus irgendeinem Grund waren alle heute Morgen recht negativ. Ich finde das ziemlich schade, vielleicht ist es doch nicht so gut, dass wir uns alle jedes Wochenende sehen, man merkt eben doch, dass jeder hier schauen muss wo er bleibt und man irgendwie doch immer alleine hier ist.

 

Ich höre jetzt mal auf zu schreiben, denn wir müssen langsam zur Bushaltestelle und dann nach Hause fahren.

Danke an alle die diesen Eintrag bis zum Ende durchgelesen haben und liebe Grüße wie immer an meine Familie und alle die mitlesen, besonders Fricki, die jetzt seit ein paar Tagen in Australien ist und an Norman. Danke für deine mails, ich freue mich über jede und schreibe dir auch bald mal gesondert zurück. Ich weiß nicht wann ich wieder schreiben kann, aber das nächste Mal erzähle ich ein bisschen mehr über unseren Arbeitsalltag und was wir so den ganzen Tag in Thuy An machen und auch was wir so für Pläne haben für die nächsten Wochen. Gerade geht es mir also ganz gut, ich mache mir aber schon so Gedanken um die Situation hier und ob mir das alles so gefällt wie es gerade läuft. Mehr dazu das nächste Mal.

 

Ich habe euch alle lieb und hoffe es geht euch gut.

 

Sissi

9 Kommentare 20.9.09 10:35, kommentieren

Ha Noi/Feiertag

Xin chao an alle Mitleser

Ich sitze gerade im Backpackers hostel (wurde von Australiern gegründet, würde dir bestimmt gefasllen Fricki) Mitten in Ha Noi und schreibe auf Julias Laptop. Gerade geht es mir verhältnismäßig gut, abgesehen von quälendem Hunger ^^

Heute muss ich nicht arbeiten, weil der 2.September ein Feiertag ist in Vietnam, ich bin aber leider historisch nicht so bewandert, deshalb versuche ich das jetzt nicht genau zu erläutern, soweit ich weiß hat Ho Chi Minh (Onkel Ho) 1945 an diesem Tag die Unabhängigkeit Vietnams ausgerufen. Auf jeden Fall haben Julia, Frido, Milena und ich beschlossen uns in Ha Noi zu treffen, um der Provinz für ein paar Stunden zu entkommen :D

Ich habe mich gestern so ca. um 4 auf den Weg gemacht, wollte eigentlich ein xe om nach Son Tay nehmen, aber zwei Staff-MItglieder haben gesagt, dass sie mich fahren. Also sind wir zu dritt (!) auf ein Mofa gestiegen und Richtung Son Tay. Dort angekommen hielten wir aber nicht wie erwartet an, sondern sie fuhren mich erstmal zu einem Haus, dass sich als das Haus der Familie von meiner Mitarbeiterin herausstellte. Die beiden die mich gefahren haben sind wohl verheiratet und haben mir erstmal ihre Familie und ihre Tochter vorgestellt. Das war sehr nett, obwohl ich kaum etwas verstanden habe ^^

Dann sagten sie mir, dass eine der Tanten auch nach Ha Noi fahren wollte, also ich mit ihr zusammen im Bus fahren würde.

Das haben wir dann auch gemacht, natürlich wurde ich pausenlos angestarrt und auch mehrmals angelredet, was aber eigentlich ganz nett war. In den Bussen hier gibt es so kleine blaue Höckerchen die vorne aufgestapelt sind und die man sich nehmen kann, wenn es keine Sitzplätze mehr gibt. Das finde ich eigentlich eine super Idee, nur nach 1,5 Stunden wird es irgendwann unbequem. Gut fand ich aber, dass ich den Einheimischenpreis bezahlt habe und einen Witz verstanden habe, denn der Busfahrer auf Vietnamesisch gemacht hat!!

Als ich dann My Dinh Station (Busstation in Hanoi) ankam musste ich erstmal ruasfinden welchen Bus ich nehmen musste um ins Old Quarter zu kommen. Mir wurde Nummer 34 gesagt, also wartete ich etwa 40 Minuten bis dieser Bus dann kam und fuhr amit Richtung Center. Allerdings sagte mir eine Frau ich sollte irgendwo aussteigen, das wäre am nächsten am Hoan Kiem See, wo ich hinwollte. Es stellte sich allerdings heraus, dass das nicht stimmte, so irrte ich etwa 1 Stunde herum (und kam mir immer mehr wie ein dämlicher Tourist vor ^^), bis ich dann entschied ein Taxi zu nehmen Tja, wie wir Westler halt so sind, reich und bequem :D Jedenfalls finden das viele Vietnamesen hier. Mit dem Taxifahrer habe ich mich sogar unterhalten auf Vietnamesisch, irgendwie hat das sogar recht gut geklappt, mit meinen paar gestammelten Sätzchen.

Im Dragonfly habe ich dann die anderen getroffen und noch andere Volunteers. Dort haben wir etwas getrunken und sind dann noch durch zwei weitere Bars gegangen und dann ins Solace, einem Club auf dem Wasser. Dort waren wir ungefähr bis 4 Uhr Morgens. Dshin gefahren sind wir übrigens mit zwei gehörlosen xe om Fahrern, mit denen ich mich sogar ein bisschen in Gebärdensprache unterhalten habe (habe ich in Thuy an gelernt)

Also, wir wollen jetzt mal was Essen gehen, ich erzähl bald wieder mehr. Danke für eure lieben Kommentare und hoffentlich bald wieder am Telefon

Ganz liebe Grüße aus Ha Noi,

Sissi

 

7 Kommentare 2.9.09 06:01, kommentieren

Endlich Internet

Hallo ihr in der fernen Heimat,

 

ich bin jetzt seit Mittwoch in meinem Projekt und habe nun zum ersten Mal Zugang zu einem Computer mit leider sehr langsamer Internetverbindung.

Es gibt viel zu erzaehlen, ich versuche ein bisschen was zu schreiben, werde aber sicher nicht alles schaffen.

Die letzten Tage in Ha Noi hatte ich eine recht schoene Zeit, Frido und ich sind am Sonntag ins Schwimmbad gegangen. Um hinzukommen sind wir das erste Mal mit einem "xe om" gefahren, das ist ein Motoradtaxi, wo man eben hinter dem Fahrer auf dem Mofa sitzt und er einen irgendwo hinfaehrt. Bei dem Verkehr hier ist das irgendwie ziemlich unheimlich, gleichzeitig aber total lustig.

Im Schwimmbad haben wir recht lustige Sachen erlebt, so waren wir zum Einen die einzigen Westler und alles war auf Vietnamesisch. Nachdem wir am Eingang jeweils zwei Eintrittskarten bekommen hatten gingen wir rein und standen erstmal 10 Minuten herum, wo wir versuchten rauszufinden wo man sich denn nun umzieht. Ich sah leider nur wenige Frauen und erst recht keine mit Bikini, die tragen hier wenn ueberhaupt Badeanzuege, viel oefter aber laengere Badeshorts und weite lange Oberteile. Ich fuehlte mich also recht unwohl und behielt meinen Rock erstmal an und dann gingen wir zu so einer Art Garderobe, wo wir alle Sachen (auch Handtuch und FlipFlops) in schwarze Plastiktueten tun und dann aufgeben mussten. Naja, das haben wir dann gmeacht und dachten der Stress waere vorbei, da versuchten uns die Leute dort auf Vietnamesisch deutlich zu machen, dass wir eines unserer Eintrittskaertchen bracuhten, um es auf der schwarzen Plastiktuete zu befestigen. Die Kaertchen hatten wir natuerlich in unseren Taschen in den Teuten, so ging der ganze Stress von vorne los, Tueten also wieder auf, Taschen auf und Kaertchen rausgeholt, dann die Tueten zugetackert. Wir wollten uns nun also auf den Weg zum Pool machen, als man uns fragte, ob wir denn unsere Eintritsskarten fuer den Pool dabei haetten....Tja, wo die waren koennt ihr euch ja denken :D

Nachdem wir dann endlich am Wasser waren gab es erstmal Aerger fuer Frido, weil er eine lange Badeshorts trug, wie das ja bei uns in Deutschland ueblich ist. Hier geht sowas aber scheinbar nicht, alle Vietnamesen trugen huebsche Speedos :D Nach ein bisschen diskutieren durften wir dann aber doch ins Wasser und waehnten uns nach ein paar Minuten ungestoerten Schwimmens schon in Sicherheit, als uns einer der Bademeister ansprach und uns erklaerte, dass wir gerade in der Frauenbahn schwammen, was fuer  mich ja auch in Ordnung war, nur Frido musste die Bahn verlassen und in der Maennerbahn schwimmen :D

Achso, ich bin dann mit Bikini ins Wasser gegangen, weil mein Rock nicht so richtig zum Schwimmen gemacht ist, was dann wohl auch in Ordnung war, ein paar von den juengeren Frauen trugen auch welche. Angestarrt wurden Frido und ich aber leider pausenlos, ich weiss nicht, ob ich mich daran jemals gewoehnen werde.

 

Das war also unser Schwimmbaderlebnis. Am nachsten Tag ging es dann ins "Silk Village", wo wir das Entstehen von Seidentuechern verfolgen konnten, was sehr interessant war, allerdings versuchte man uns danach recht hartnaeckig ueberteuerte Tuecher zu verkaufen, wo wir dann recht schnell die Flucht ergriffen. Ansonsten habe ich mir noch eine recht einfache schwarze Hose gekauft, die fuer dieses Wetter ziemlich gut ist, trotz der Farbe. Allerdings ist das hier ein sehr frustrierendes Erlebnis, wenn man nicht gerade Hosengroesse 32 hat :D Dann muss man naemlich nahc vietamesischen Uebergroessen suchen ^^

Dienstag ging es dann zum Friendship Village, etwa 10 Minuten vom peace house weg, wo Millena dieses Jahr arbeiten wird. Besonders spannend war es nicht, der direktor sprach die meiste Zeit ueber irgendetwas und dann gingen wir noch etwa eine halbe Stunde in ein Klassenzimmer, wo ich es irgendwie erschreckend fand was fuer unterschiedliche Behinderungen in einem Raum zusammen unterrichtet wurden und wie wenig auf die unterschiedlichen Beduerfnisse eingegangen wurde So bekamen die Kinder eine Bastelaufgabe, einige konnten sie aber gar nicht erledigen, sondern kritzelten einfach war auf ein Blatt, andere machten ganz andere Sachen. Allerdings war der Einblick ja nur recht kurz und deshalb kann ich dazu mehr nicht sagen, der erst Eindruck war aber nicht unbedingt positiv.

Nachmittags kaufte ich noch ein paar Dinge ein, wie zum Beispiel ein zweites handtuch und eine Taschenlampe, denn am Mittwoch sollte es ja ins Projekt gehen.

Abends fuhren wir dann nach Ha Noi, wo wir uns mit anderen Freiwilligen trafen, unter anderem einem polnischen Freiwilligen, der uns von eim Projekt erzeahlen wollte, dass er gestartet hat und  uns ein bisschen was ueber die Organisation hier und auch ueber das Thuy An Center erzaehlt hat.

Groesstenteils war das Bild ziemlich negativ, trotz dem ersten postiven Eindruck, den meine Orgaisation (VPV) hier macht, erzaehlte er uns von einigen negativen Vorfaellen und dass sich im Zweifelsfall niemand hier um irgendetwas kuemmert. Ich werde das Ganze erstmal auf mich zukommen lassen, aber es ist nicht das erste Mal, dass ich etwas schlechtes ueber die Organisation hoere und es gibt auch inzwischen einge Dinge, die mich hier sehr stoeren. Dazu aber spaeter mehr.

Leider bin ich mir gerade wegen dem genauen Tag nicht mehr sicher, ich glaube Montag Abends sind wir auch nach Ha Noi gefahren, um Karaoke zu singen. Obwohl das hier ganz lustig ist, man bekommt seinen eigenen Raum und kann eine Liederliste schreiben, war der Abend ein ziemlicher Reinfall...

Erstmal dauerte es ewig, bis das erste Lied kam, man bezahlt aber pro Stunde und die Preise waren auch recht hoch. Dann spielten sie zwischendrin immer irgendwelche Lieder (meistens vietnamesische), die keiner aufgeschrieben hatte und dementsprechend keiner singen wollte oder viel mehr konnte.

Die Getraenke waren auch total ueberteuert und letztendlich kamen wir mit 10 Personen auf einen Preis von 80 dollar. Hoert sich vielleicht nach wenig an, ist aber fuer Vietnam stark ueberteuert, vor allem da ich selbst nur ein Bier und ein Wasser getrunken habe, das ist eigentlich kaum 8 dollar wert, vor allem nicht, wenn vielleicht drei Lieder kamen, die man wirklich kannte. Naja, danach sind wir dann nach Hause gefahren, fuer den Abend hatten wir irgendwie genug von der Grossstadt ^^

 

Am Mittwoch Morgen ging es dann in unser Projekt. Nachdem ich eilig alles zusammen gepackt hatte, fuhrenwir mit dem Taxi zur Bushaltestelle (wegen dem Dreck und weil Julias Koffer so schwer und sperrig war). Wir, das sind Chinh von VPV, Juli und ich. Milena blieb ja im Peace House wohnen und Frido war schon morgens um 6 Uhr Richtung Hai Duong aufgebrochen.

Dann setzten wir uns in den Bus und fuhren 1,5 Stunden nach Son Tay. Die Landschaft muss ich sagen war unglaublich, es wurde immer laendlicher, zahlreiche Reisfelder und im Hintergrund konnten wir die Berge sehen. Auch Son Tay sieht nach einem nettenb kleinen Staedtchen aus, leider habe ich davon seitdem kaum noch etwas gesehen, denn hier kommt man nicht so richtig weg.

Von Son Tay aus ging es dann mit dem Taxi zum Thuy An Center. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir noch recht gut, ich war zwar aufgeregt, aber  eben noch motiviert und froehlich. Es war ja auch noch Julia bei mir.

Die Anlage von Thuy An ist auch recht huebsch, mit sehr viel gruen und kleinen Wegen die zu den verschiedenen Gebaeuden fuehren.

Dann gingen wir in ein Zimmer, zu dem ich spaeter noch mehr sagen werde, jedenfalls stellten wir hier unser Gepaeck ab und gingen dann in das Buero des Direktors.

Dieser begruesste uns freundlich uns wir unterhielten uns (Chinh uebersetzte und redete auch die meiste Zeit). Er erzeahlte etwas ueber das Projekt und bedankte sich fuer mein kommen und sagte auch etwas zu den Arbeitszeiten (auch dazu spaeter mehr, offiziell 7:30 - 11:30 Uhr, 13:45 - 16:30 Uhr).

Dann ging es erstmal zum Mittagessen, dass wir zusammen mit dem Direktor und ein paar Staff Mitgliedern einnahmen. Das Essen war eigentlich recht gut, in Vietnam wird so gegessen, dass jeder seine eigene Schale hat und dann viele Gerichte auf dem Tisch stehen undsich jeder nimmt was er moechte. Das einzig Eklige war eine Suppe in der gekochte Kueken schwammen, die sich auch einer der Leute hier froehlich in den Mund steckte und abkaute...Mit fuessen und Schnabel und alles. Das habe ich jedenfalls nicht gegessen ^^

Naja, dann ruhten wir uns erstmal aus und spaeter zeigte uns Chinh die Anlage und einige der Kinder haengten sich sofort an uns dran. Zu diesem Zeitpunnkt war meine Stimmung schon ziemlich schlecht, das Zimmer in dem ich leben sollte, insbesondere das Bad entsprachen irgendwie noch nichtmal Vietnamesischem Standard, es war ueberhaupt nicht klar war ich genau machen soll in den ersten Wochen, es hiess immer nur ich soll mir alles anschauen und mit meinem Mentor sprechen, allerdings spricht der kein Wort Englisch...

Alles in allem war ich halt ziemlich eingeschuechtert von der neuen Situation und ging voller Angst vor dem nachsten Morgen ins Bett.

Donnerstag und Freitag sollten dann auch meine schlimmsten Tage bisher in Vietnam werden. Nachdem Julia und Chinh weg waren, war ich schrecklich alleine, keiner wusste genau was ich machen sollte und niemand hier spricht wirklich Englisch. In meinem Bad funktioniert weder die Toilette, noch die Dusche, ich habe kein richtiges Mueckennetz, denn das Einzige was hier ist, ist zu klein. Von Dreck und Tieren im Zimmer fng ioch gar nicht erst an. Auch ansonsten gibt es keine richtige Duschmoeglichkeit, von warmem Wasser wage ich gar nicht zu traeumen ^^

Die einzelnen Sachen hoeren sich vielleicht nicht so sclhimm an. Ich wusste ja, dass hier ein geringerer Standard herrscht und ich habe mich sehr angestrengt mit so wenig Erwartungen wie moeglich hierher zu kommen. Trotzdem ist es schwierig, sich nie so richtig sauber zu  fuehlen, nicht schlafen zu koennen, weil es so heiss ist und Muecken und andere tiere (z.B ein Frosch in meinem Zimmer) so viel Krach machen und dann morgens aufzustehen und keine richtige Aufgabe zu haben und sich meistens unnuetz und unwillkommen zu fuehlen. Trotzdem hatte ich pausenlos zu tun, denn ich versuchte etwas zu machen, mich in die Klassen zu setzen oder den Kindern beim Essen zu helfen. Da sie hier Abends (4x die Woche 2,5 h Englischklassen veranstalten fuer die Lehrer und ich auch dort mithelfen sollte, habe ich hier theoretischerweise eine 50 Stunden Wochem weil auch die Arbeit vormittags meist laenger dauert. Dann soll ich bei den Mahlzeiten anwesend sein, die sich auch ca. 1 Stunde jeweils hinziehen. So komme ich halt irgendwie zu nichts. Ich hatte auch keine Moeglichkeit ins Internet zu gehen oder jemanden Zuhause zu kontaktieren, weil mein handy keine SMS versenden kann und anrufen zu teuer ist. Ich rief also die anderne Freiwilligen an, um mich mit ihnen auszutauschen ,allerdings hiess es bei allen nur, dass es ihnen so gut geht und sie viel unternehmen und ihnen eigentlich alles gefaellt. Der einzige Rat, du kannst ja wechseln, hat leider nicht wirklich geholfen, denn so einfach ist das hier leider nicht. So sass ich nach der Arbeit alleine in meinem Zimmer und das Heimweh fing richtig an. Zum Glueck konnte ich am Freitag mit meinem Papa sprechen und er hat mich getroestet und ich versuche jetzt zum einen meine Situation zu verbessern und hier mehr anzukommen und mich einzuleben. Trotzdem faellt es mir sehr schwer, ich bin staendig muede und habe zurzeit wieder starke Halsschmerzen. Eine Apotheke gibt es hier leider auch nicht.

Das Wochenende war hin und wieder ganz in Ordnung, davon erzeahle ich das naechste Mal, ich hoffe ich kann hier bald wieder ins Internet. 

Ich versuche mich fuer diese Woche neu zu motivieren und einige Dinge hinzubekommen, also eben hin und wieder Internet, die Waschmaschine erklaeren lassen und meine Arbeitszeiten klaeren, denn offiziell darf ich nur 35 Stunden arbeiten. Ich hoffe wirklich, dass es nach dieser Woche bergauf geht. Morgen Abend will ich mich mit den anderen in Hanoi treffen, denn am Mittwoch ist hier Nationalfeiertag und alle haben frei.

Ich versuche mich bald wieder zu melden. Ich freue mich, dass einige hier meinen Blog lesen und freue mich ueber jedes kommentar und natuerlich auf Fragen ,wenn ihr denn welche habt. Danke liebe Mama, Papa und Fricki, fuers da sein und dass ihr euch jetzt so oft bei mir meldet, dass macht alles einfacher. Liebe Gruesse auch an meinen lieben grossen Bruder und natuerlich an den Kleinen.

Obwohl ich versuche so viel wie moeglich zu schreiben, kann ich leider nicht alles erzaehlen und einige Sachen fallen unter den Tisch. Ich hoffe ihr koennt euch trotzdem ein bissche vorstellen, wie es hier so ist, bald versuche ich auch mal ein paar mehr Fotos zu machen und diese vielleicht sogar online zu stellen. Tut mir Leid Papi, dass ich damit noch nicht so gut war, sobald sich hier alles eingependelt hat versuche ich da mehr zu machen.

 

Ich vermisse euch alle sehr,

 

ganz liebe Gruesse aus Vietnam

 

Sissi

 

5 Kommentare 31.8.09 05:34, kommentieren

Die letzten Tage

Hallo ihr, jetzt komme ich mal wieder zum schreiben und versuche mal die highlights der letzten Tage zusammenzufassen

Erstmal das Ho Chi Minh Mausoleum, wo wir am Sonnag waren. Das ist total unheimlich. Erstmal standen wir in einer etwa 10 km langen Schlange als fast einzige Ausländer und wurden von den vielen Schulkindern mal wieder eifrig angestarrt und lautstark begrüßt ^

 

Es ging aber ziemlich schnell weiter, als wir dann im Mausoleum ankamen merkten wir auch warum. (Das kommt gleich). Alles war relativ streng dort und irgendwie sehr verwirrend. Erst mussten wir unsere Wasserflaschen abgeben, dann unsere Kameras in einen Beutel tun und abgeben, dann ging es zurück in die Schlanmge. Handys mussten wir ausmachen. Dann ging es eben ins Mausoleum, Soldaten (gluab ich jedenfalls, also eben Männer in grünen Uniformen) standen am Eingang und wir durften nicht mehr sprechen. Dann lief man eine Treppe hoch (in Zweierreihen), dann in einen dunklen Raum, dort lag in der Mitte "Onkel Ho", unheimlich angeleuchtet. Ich war irgendwie total geschockt, eine Leiche zu sehen und dann noch so anestrahlt...Das seltsamste aber war, dass alle durch diesen Raum durchmaschiert sind, die Soldaten haben uns weitergescheucht, und dann waren wir auch schon wieder draußen. Das war irgendwie seltsam, einen kurzen Blick erhaschen und dann wieder raus. Naja, das war also das Mausoleum. Danach ging es noch in das Museum und dann zum Mittagessen.

 Das gibt es hier jetzt auch, deshalb schreibe ich nachher weiter

 

Liebe Grüße, tam biet

 

Sissi

6 Kommentare 25.8.09 07:05, kommentieren

Ha Noi Tag 1 und 2

Hallo ihr, sitze hier gerade bei meinem zweiten Stromausfall in Vietnam am Computer (benutze word, der akku ist auch demnächst leer, aber internet funktioniert natuerlich nicht). Es ist jetzt ca. 9 Uhr Abends und heute haben wir den Tag in Ha Noi verbracht. Wir sind morgens um 9 losgelaufen, etwa 10 Minuten zur Bushaltestelle (ein  großer Schirm (wie man sie am Strand hat) am Straßenrand einer stark befahrenen, staubigen Straße ^^also fuer  uns „Westler“ praktisch nicht erkennbar. Es hatte die ganze Nacht gestürmt und eben geregnet, deshalb waren die Straßen schlammig und voller riesigen Pfützen. Wir natuerlich mit FlipFlops am Straßenrand langgestolpert und mehrmals ausgerutscht ^^ Bin des Öfteren aus meinen Schuhe rausgerutscht und  stand barfuss im Matsch ^^Naja. Ansonsten waren wir natuerlich pitschnass, meine Haare sowieso, denn ich hatte vorher Haare gewaschen und geduscht, praktisch völlig umsonst, denn unsere Beine waren schlammbesprizt und unsere Füße bald komplett braun ^^Nebenbei mussten wir noch den Motorrädern und Autos ausweichen, der Weg zur Bushaltestelle war also ein Erlebnis.

 

(So, gestern war mein akku dann doch leer, deshalb schreibe ich jetzt weiter, es ist gerade Sonntag Abend und ich sitze mit meinem laptop draußen vorm Peace house).

Unsere zwei vietnamesischen Tourguides (zwei Studenten, die manchmal in work camps mitarbeiten) haben es irgendwie geschafft sauber zu bleiben, vielleicht habt ihr ja eine Idee wie sie das schaffen ^^

Im Bus wurden wir natürlich angestarrt, obwohl man uns gesagt hat, dass das in der Provinz noch schlimmer werden wird ^^Irgendwie ist es aber auch lustig, die kleinen Kinder winken uns meistens fröhlich zu und rufen "Hellau" :D

Wir sind dann ca. 3 mal umgestiegen, dann waren wir am museum for ethnology in Ha Noi. Die Straßen Ha Nois sind noch befahrener und wilder als die Straßen wo wir wohnen. Wir sind am Anfang nur zusammen mit den beiden Vietnamesen über die Straße gegangen, heute hat es dann um einiges besser geklappt. Eigentlich muss man nur blind drauf loslaufen, die Mofafahrer weichen einem schon aus

Zu Hanoi muss ich auch noch sagen, dass es mir weniger touristisch vorkommt, als die Städte in denen ich schon war. Es sind nicht so dreiste Verkäufer auf der Straße und eben auch nicht so viele andere Touristen. Das museum war recht interessant, es hat einiges von den Minderheiten in Vietnam gezeigt, also den Völkern im Norden Vietnams zum Beispiel (die z.B in Sapa wohnen, ein sehr bekanntes Touristenziel). Aber wer mich kennt weiß, dass ich mich nicht allzugerne lange in Museumsräumen aufhalte, deshalb hat mir das Außengelände um einiges Besser gefallen. Wir haben eines der berühmten vietnamesischen Wasserpuppentheater gesehen, es ist wirklich ein ganz tolles Erlebnis sich so etwas anzuschauen. Holzpuppen werden dabei auf einer Wasserfläche hin und her bewegt und es wird eben Theater gespielt. Dabei werden kleine Szenen vor allem aus dem Landleben nachgespielt, aber auch Ringkämpfe etc. Mit speziellen Wasser und Lichteffekten sieht das ganze wirklich toll aus. Dazu sitzt am Rand ein kleines Orchester, die verschiedene Instrumente spielen, die Figuren sprechen und manchmal singen. Die Puppenspieler selbst sieht man natürlich nicht, sie sitzen hinter einer Art Bambuswand und bewegen oft mehrere Puppen. Es gibt wohl zwei verschiedene Technike, welche beide unglaublich schwer sind. Das Wasserpuppentheater selbst ist ca. 800 Jahre alt und wäre fast ausgestorben. Sollte irgendjemand von euch hierher kommen und mich besuchen, dann gehen wir uns das mal zusammen anschauen

Danach haben wir uns dann noch zwei traditionelle Hütten angeschaut und in einer davon Tee getrunken. Dann ging es weiter zum Mittagessen. Das war wirklich das Beste. Es war eine Suppe mit Schweinefleischbuletten und man konnte Kräuter und Sojasprossen reintun und etwas, das man "bun" nennt, das sind Nudeln, die aus Reis gemacht werden (ich hoffe das stimmt was ich hier so alles erzähle ^^). Sie sind auf jeden Fall weiß und klebrig und haben eben eine Nudelform. Das alles wird natürlich mit Stäbchen gegessen, aber ich bin schon viel besser geworden, habe hier erst einmal mit Besteck gegessen, das kommt aber später noch. Von diesem Essen wird man jedenfalls total satt. Dazu habe ich gleich mal alle Bedenken beiseite geschoben und leckeren Eistee mit Eiswürfeln getrunken. Bis jetzt geht es mir super, also denke ich mal das war nicht so schlimm. Danach sind wir zu dem Temple of literature gefahren, eine ehemalige Universität. Er ist unter chinesischem Einfluss entstanden und sah dementsprechend aus wie man sich einen chinesischen Tempel vorstellt, sehr viel rot, drachen, chinesische Zeichen, kleine Tümpel etc. Das interessanteste fand ich aber große Steintafeln mit den Namen der besten Studenten, "gehalten" von Steinschildkröten. Angeblich bringt es Glück, wenn man den Kopf dieser Schildkröten berührt. Danach ging es zum Kiem See in Hanoi, "the heart of Hanoi". Der war sehr schön, wir haben unsere Fuesse ins Wasse baumeln lassen (bis ich mich an deine Warnung erinnert habe, Mama :P), dann gingen wir ins Alte Viertel von Hanoi, wo wir durch die engen Gassen gegangen sind und ein paar DVDs gekauft haben (unter Anderem "Public Enemies" Nach einer Weile fuhren wir dann nach Hause mit dem Bus, wir waren alle furchtbar müde und haben uns auf unser Bett gefreut. Trotzdem sind wir noch ein bisschen wach geblieben, haben Simpson geschaut und zu Abend gegessen. Dann fiel plötzlich der Strom aus und wir saßen im Dunkeln, mit nur zwei Kerzen und ohne Ventilatoren und Internet. Also haben wir uns unterhalten und Musik vom laptop gehört. Interessant wurde es dann als einer der Vietnamesen vom Haus hier wie eine Art Nest reingebracht hat und angefangen hat da Maden rauszuholen und die auf einen Teller zu packen. Das war wirklich eklig ^^Gegessen hat er sie nicht, er hat sie uns aber angeboten. Wir haben alle abgelehnt ^^

Ansonsten habe ich jetzt eine vietnamesische simkarte, die Nummer schreibe ich irgendwann mal hierhin, auf der Anderen Nummer bin ich auch noch zu erreichen, allerdingss tu ich sie nur sekten ins handy, um mal draufzuschauen. Am Besten bin ich per e-mail zu erreichen oder hier auf meiner homepage.

Vom heutigen Tag erzaehle ich Morgen, denke ich, ich bin etwas müde und will bald ins Bett gehen. Ich hoffe ihr habt eine schöne Zeit, mir geht es hier ziemlich gut

 

glg Sissi

23.8.09 17:57

2 Kommentare 24.8.09 06:45, kommentieren

Ha Noi Tag 1 und 2


2 Kommentare 23.8.09 17:57, kommentieren