Nur ein kurzes Lebenszeichen

Das Wochenende vom 16.ten bis zum 18.ten Oktober sind Marie (eigentlich immer Canada, außer ich schreibe es dazu) und ich in Thuy An geblieben, um Geld zu sparen und ein bisschen zu entspannen. Das Wochenende hat wirklich gut getan, nicht nur meinem Konto Endlich mal richtig ausschlafen, Zeit fürs Internetcafe, mit den Kindern spielen, lesen...Wir haben ein paar Lernspiele für die Kinder fertig gebastelt und sind Samstags nach Son Tay gefahren, haben uns die Stadt angeguckt und waren im Supermarkt. Sonntag Abend waren wir dann bei Mrs. Loi eingeladen zum Essen. Es gab mal wieder unglaublich viel Hühnchen, aber auch Frühlingsrollen, Spiegelei und natürlich unmengen an Reis, sowie eine komische klebrige grüne Masse zum Nachtisch, mal wieder eine Art Reiskuchen. Zu den Frühlingsrollen, diese waren nicht kross frittiert, sondern mit einer Art Blatt umwickelt und schmecken fast besser, als die „normalen“. Was aber das außergewöhnlichste war, dass es an diesem Abend zu essen gab war neben ein paar Innereien das Herz des Hühnchens...Mrs. Loi bot uns dieses, hier als Delikatesse geltendes Stück an, und Marie sagte ohne zu zögern zu. Ich war ein bisschen geschockt und erst abgeneigt, aber Marie hatte schon probiert und meinte es schmeckt eigentlich nach gar nichts. So wagte ich es dann doch und ich muss sagen, dass sie Recht hat. Kann man mal gegessen haben, aber muss auch nicht unbedingt sein ^^

Das war also das Wochenende.

Sonstige highlights der letzten Wochen waren zum Beispiel der Vietnamese womens day an dem es (ironischerweise) einen Kochwettbewerb der weiblichen Mitarbeiter gab. Sie waren in drei große Gruppen aufgeteilt und haben unglaublich viel Essen gekocht, was danach von dem Direktor und einigen anderen Administrationsleuten getestet und bewertet wurde. Es gab auch einen Blumenwettbewerb, wo der schönste Strauß gekürt wurde.

Eigentlich sollten wir beim Kochen auch ein bisschen helfen, aber es war ja ein Wettbewerb und so waren alle Frauen sehr darauf bedacht alles perfekt zu machen und so hatten wir nicht wirklich etwas zu tun. Es regnete leider sehr stark und so konnte das Ganze nicht draußen stattfinden, wie es eigentlich geplant war. Nach der Preisvergabe kam dann aber der beste Teil, nämlich das Essen ^^Wir durften nämlich mitessen und es gab wirklich einige leckere Dinge, wie etwa eine Art Eiersalat, unzählbar viele Frühlingsrollen und alles Mögliche mehr. Leider fing dann auch wieder das Reiswein trinken an, was bei solchen größeren Veranstaltungen hier sehr normal ist. So tranken Marie und ich also mal wieder hochprozentigen Alkohol, allerdings schafften wir es diesmal nicht mehr als ein kleines Glas zu leeren, denn meistens nippten wir nur höflich anstatt jedes Mal auszutrinken. Um 11 Uhr Mittags ist das wirklich nicht zu empfehlen.

Nach dem Essen wuschen die Frauen dann ab, auch dabei wollte man uns nicht helfen lassen, so unterstützten wir dann die Männer beim Karaoke singen und sangen auch selbst ein paar englische Lieder.

Achso, ich weiß gar nicht, ob ich das schon erzählt habe, aber falls nicht schreibe ich es jetzt noch mal, an einem Tag vor ein paar Wochen haben wir uns entschieden selbst zu kochen und gleich auch noch ein paar Mitarbeiter einzuladen. Wir nahmen uns den Nachmittag frei und fuhren zum Supermarkt in Son Tay, wo wir alles nötige einkauften. Besonders groß ist die Auswahl im Supermarkt nicht, aber wir waren kreativ und haben letztendlich einige leckere, wenn auch zugegebenermaßen simple Gerichte zubereitet. Es gab neben Nudeln mit einer sehr leckeren Tomatensauce mit Gemüse und Sahne auch Nudelsalat, Gemüseplatten mit Dip und einen leckeren Nachtisch aus Joghurt und Obstsalat. Ja, das hört sich nicht sehr besonders an, war aber nach wochenlanger Reisdiät eine sehr willkommene Abwechslung. Den meisten Mitarbeitern schmeckte es auch recht gut, vor allem unserem Mentor, der immer wieder lachend sagte „Das schmeckt überhaupt nicht“ und trotzdem immer wieder zulangte. Insgesamt  war es also ein sehr lustiger Abend und von den Resten konnten wir uns noch zwei weitere Tage satt essen.

Das Interessanteste was ich aber in den letzten Wochen gemacht habe, war das Wochenende in Halong Bay vor zwei Wochen. Es stand erst gar nicht fest, ob ich überhaupt mitkomme, denn eigentlich wollten die Freiwilligen aus Hai Duong das Ganze alleine machen. Wir trafen uns aber alle schon Donnerstag Abends in Ha Noi und nach einem netten Abend waren wir uns dann alle einig, dass doch nichts dagegen spricht, wenn ich mitkomme. So trafen wir uns also Freitag Morgens an der Bushaltestelle von wo wir einen Bus nach Halong Bay nehmen wollten. Was Halong bay eigentlich ist, das müsst ihr vielleicht mal bei google eintippen und euch die Fotos anschauen, die sagen eigentlich schon alles. Halong Bay ist einfach ein ganz schöner Platz Erde, leider voll von Touristen, aber trotzdem sehr sehenswert.

So, ihr seid mir jetzt sicherlich böse, aber es ist schon 4 Uhr und ich muss den Bus nach Hause nehmen. Ich verspreche sobald ich kann mehr zu schreiben, damit ihr auch auf dem neuesten Stand seid und dann erzähle ich auch mehr von Halong bay. Es ist halt manchmal schwer sich zu motivieren über die letzten Wochen zu erzählen, wenn einem so viele Sachen hier schon so normal vorkommen. Ivch freue mich auch immer von euch zu hören und hoffe ich schaffe es diese Woche endlich auch mal individuell zu antworten J Das richtet sich vor allem gerade an Mailinh, Norman, Jana und Sebastian, ich habe euch nicht vergessen.

Ganz liebe Grüße, bald wieder mehr

 

Sissi

8.11.09 10:16

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen